Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin hat ihre glänzende Frühform unter Beweis gestellt: Die fünfmalige olympische Goldmedaillengewinnerin musste sich über 5000 m beim Eisschnelllauf-Weltcup im "Mekka" Heerenveen im mit Spannung erwarteten direkten Duell in 7:02,92 Minuten nur der erneut überragenden Olympiasiegerion Martina Sablikova geschlagen geben.
Die Tschechin durchbrach in 6:58,87 Minuten als einzige der zwölf Läuferinnen die Sieben-Minuten-Barriere.
Stephanie Beckert läuft aufs Podium
Glücklich war auch die drittplatzierte Stephanie Beckert. Die 23 Jahre alte Team-Olympiasiegerin aus Erfurt, die wegen chronischer Rückenprobleme drei Monate nicht trainieren konnte, lief in 7:04,77 Minuten unerwartet aufs Podium.
"Damit habe ich niemals gerechnet. Ich wollte technisch sauber laufen, aber an eine Medaille habe ich nicht geglaubt", sagte die zweimalige Olympiazweite (3000/5000 m).
Jenny Wolf nur auf den fünften Platz
Zuvor hatte es in einem "schlechten Lauf" für die fünfmalige Weltmeisterin Jenny Wolf nur zum fünften Platz gereicht. Die Berlinerin lief die 500 m in für sie mäßigen 38,23 Sekunden und lag damit 39 Hundertstel hinter der zum dritten Mal in dieser Saison siegreichen Chinesin Yu Jing (37,84).
Hinter Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (Südkorea/37,91) wurde die Chinesin Wang Beixing (38,17) Dritte.
Angesichts ihres großen Rückstandes war die Enttäuschung bei Jenny Wolf groß. "Ich hatte in der zweiten Innenkurve keine Kraft mehr. Ich habe derzeit nur Saft für 300 Meter, dann ist die Luft raus. Im Dezember kann ich aber daran arbeiten", sagte die Olympiazweite von Vancouver, die am vergangenen Wochenende in Astana/Kasachstan ihren 59. Weltcupsieg gefeiert hatte.
Bei den Männern setzte sich im kurzen Sprint Tucker Fredricks aus den USA in 34,98 Sekunden vor dem Japaner Joji Kato (35,07) durch.